Es ist schwer, eine Branche zu finden, die keine Kartons verwendet. In bestimmten Phasen der Tätigkeit eines Geschäfts, eines Restaurants oder einer Fabrik sind sie einfach unerlässlich. Desgleichen hat wohl jeder von uns im Alltag – wer nie ein Paket richtig verpacken musste, sollte als erstes die Hand heben. Doch nicht immer reicht der bekannte und vertraute Pappquader aus. Viele Gegenstände erfordern Verpackungen mit nicht standardmäßigen Formen – oft nicht nur aus funktionalen, sondern auch aus ästhetischen Gründen.
WELCHE FORMEN KANN EINE KARTONSCHACHTEL HABEN?
Standardkartonschachtel sind quaderförmig und haben nichts hervorstehendes. Abweichungen von dieser Norm ergeben sich in der Regel aus dem Bestreben nach bestmöglichem Schutz von Waren, die die Abmessungen oder die Form eines Musterkartons überschreiten. Oft sind diese Verpackungen zylindrisch, oval, rund, rohrförmig oder in verschiedenen Winkeln geschnitten.
Neben rein praktischen Beweggründen entscheiden sich Firmen oft aus ästhetischen und Imagegründen für nicht standardmäßigen Schachtelformen – ein solcher Schritt kann den Kunden überraschen, ist einprägsam, hebt sich von anderen Verpackungen ab und demonstriert die Zuverlässigkeit und den Perfektionismus der Marke.
WIE WIRD EINE INDIVIDUELLE SCHACHTEL HERGESTELLT?
Die erste Etappe bei der Herstellung einer Kartonschachtel mit seltenen Formen ist die Erstellung eines Entwurfs. Dazu sind Informationen über die Erwartungen des Kunden und die Eigenschaften der zu schützenden Waren erforderlich. Informationen wie die Abmessungen (Länge, Breite, Höhe) der Verpackung, die Art des Kartons und die ästhetischen Erwartungen des Kunden sind unerlässlich. Es ist auch hilfreich, die spezifischen Eigenschaften der zu transportierenden Ware zu bestimmen – ihr Gewicht, ihre Form, die Logistikkette, die sie durchlaufen müssen. Anhand dieser Daten wird ein Konstruktionsraster erstellt, auf dessen Grundlage der erste Kartonprototyp erstellt wird. Entspricht die Testversion den Erwartungen, ist der nächste Schritt die Produktion.
Die Produktion von Kartonagen beginnt mit der Herstellung des wichtigsten Elements – des Kartons oder der Pappe. Die Festigkeit der Kartonverpackung und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Beschädigungen wie Beulen oder Risse hängt von diesem Element ab – von seiner Art, seinem Aufbau und der Anzahl der Schichten.
Als Nächstes – wenn die Pappe mit einem Aufdruck versehen werden soll – wird sie in die Druckerei gebracht. Nach einer Prüfung der Druckqualität geht es von hier aus zu den Schneide- und Stanzmaschinen. Dies ist eine weitere sehr wichtige Station für die Materialien – hier werden sie in die geplanten Formen geschnitten. Nach dem zuvor erstellten Entwurf werden an den entsprechenden Stellen auch Rillen angebracht, die das Zusammensetzen der Schachtel wesentlich erleichtern.
Sobald ein Kartonbogen die gewünschte Form angenommen hat, wird er gereinigt – alle unnützen Elemente, die bei der Herstellung des Produkts entstehen, d. h. technologische Abfälle, werden entfernt. Aus jedem Blatt können bereits Verpackungsschablone entnommen werden.
Die einzelnen Schablonen werden zu einer Klebemaschine transportiert, wo sie – wie der Name der Maschine schon sagt – geklebt und gebogen werden. Dieser Verlauf muss so geplant werden, dass sich die Schachtel leicht falten und aufklappen lässt.
Die letzte Phase der Produktion ist die Qualitätskontrolle der Schachteln. Sie werden einer Reihe von Tests unterzogen, um ihre Festigkeit, ihre Abmessungen und ihre Druckfestigkeit zu überprüfen.






